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Pressemitteilung - Landeskriminalamt Sachsen
Dresden, den 3. November 2008

Der Herbst steht auf der Leiter
... Zum Herbstputz gehört auch die Sicherung der Gartenlaube!
"Gelegenheit macht Diebe" lautet ein altes Sprichwort. Dass auch hierin ein Fünkchen Wahrheit steckt, musste auch Volker S. kürzlich eingestehen. Entsetzt stand er vor seiner Gartenlaube. Nichts von dem, was er als wertvoll erachtete, war noch da. Die teuren Gartenmöbel, Fernseher, Hifi-Anlage, sein Vorrat an Getränken – alles weg. Auch die Eingangstür war vollkommen demoliert. Er hätte doch besser auf den Rat seines Gartennachbarn Paul H. gehört und am Sonntagabend die Gartenmöbel weggeräumt und die Schnapp-Rollos herunter gezogen. Keine Ausnahme: Im vergangenen Jahr gab es im Freistaat Sachsen 6.834 Straftaten in Gartenanlagen. Diebstahlsdelikte wurden hierbei am häufigsten registriert (4.763 Fälle). Der Sachschaden belief sich auf rund 900.000 Euro. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres erfasste die sächsische Polizei 3.617 Fälle mit einem Schaden von mehr als 500.000 Euro. In einer Vielzahl der Fälle nutzten die Diebe ungenügend gesicherte Fenster und Türen, um mit brachialer Gewalt in die Gartenlauben und Bungalows einzubrechen. Zugang zu den Objekten verschafften sie sich dabei vorrangig durch Werkzeuge, die entweder zur Tatbegehung mitgebracht oder in den Gärten vorgefunden wurden. Die Täter nahmen aus Gartenlauben alles mit, was nicht "niet- und nagelfest" war: Nahrungsund Genussmittel, Einrichtungsgegenstände und Möbel, Bekleidung, Elektrogeräte und Werkzeuge, Gartengeräte, Fahrräder und sogar Tiere. Gartengeräte, Tische, Stühle, Bänke, Rasenmäher – alles Wertsachen, die auch Diebe reizen können. Damit Einbrecher kein leichtes Spiel haben, rät die sächsische Polizei: - Eine sichtbare solide Absicherung von Türen und Fenstern schreckt Täter von ihrem Vorhaben ab. Fensterläden bieten guten Schutz, wenn sie stabil gebaut, von innen verriegelbar und gegen Ausheben gesichert sind. Außerhalb der Gartensaison können Fenster auch mit verschraubten, nur von innen zu lösenden Holzplatten gesichert werden. Wenn Sie Ihre Gartenlaube oder den Bungalow längere Zeit verlassen, schließen Sie sogenannte Einstiegshilfen wie Leitern, Kisten oder Mülltonnen weg. Deponieren Sie keine "Notschlüssel" unter Fußabtretern, in Dachrinnen und unter Blumenkästen. Diese Verstecke sind auch Dieben bekannt. Vor der Winterfestmachung sollten auch äußerlich sichtbare Gegenstände, wie SATSchüsseln, abgebaut und sicher verschlossen werden. Sorgen Sie für ausreichenden Versicherungsschutz der Gartenlaube. Sicherungstechnik erfüllt nur bei fachgerechter Montage ihren Zweck. Lassen Sie sich durch die Experten der Polizeilichen Beratungsstellen im Freistaat Sachsen kompetent und kostenlos in Fragen der Sicherheit rund um Garten und Bungalow beraten. In den Beratungsstellen erhalten Sie auch Hinweise zu geeigneten Errichterunternehmen für mechanische Sicherungstechnik. Besonders empfehlenswert ist eine Beratung direkt vor Ort in der Gartenanlage. Eine Übersicht zu den Polizeilichen Beratungsstellen im Freistaat Sachsen finden Sie unter www.polizei.sachsen.de unter Prävention. Ratschläge und Praxistipps finden Sie gleichfalls in der vom Landeskriminalamt Sachsen herausgegebenen Broschüre "Wie kann man Gartenlauben und Bungalows vor Einbruch schützen?" (Erhältlich in jeder Polizeilichen Beratungsstelle und abgebildet unter www.lka.sachsen.de).
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